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STUDIE: Fitness Tracker und Bootcamp? Wie effektiv ist eigentlich Bootcamp? Wir wollen es wissen!

STUDIE: Fitness Tracker und Bootcamp? Wie effektiv ist eigentlich Bootcamp? Wir wollen es wissen!

Hast du dich schon häufiger gefragt, wie genau sich ein Bootcamptraining auf deine Leistungsfähigkeit und die Körperzusammensetzung auswirkt? Besitzt du einen Fitness Tracker und willst wissen ob ein Wearable dein Bewegungsverhalten beeinflusst? Oder stehst du dem ganzen Technik Krams skeptisch gegenüber? Wir wollen nicht nur glauben sondern es genau wissen!

Deswegen befasst sich unsere Trainerin Anna im Rahmen ihrer Doktorarbeit mit den Effekten eines 8-wöchigen, funktionellen Outdoor Fitness Trainings. Zusätzlich untersucht sie welchen Einfluss das Tragen von Fitness Trackern auf den Trainingserfolg hat.

Zusammen mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Fitbit und der Actimonda Krankenkasse gehen wir in Münster und Köln mit zwei Bootcamp-Kursen der Sache auf den Grund!

Weitere kleine Projekte machen unseren Wissensdurst komplett:

In Münster kommen mobile Spiroergometrien (Atemgasanalyse) zum Einsatz, um das Verhalten der Sauerstoffaufnahme während des Trainings zu beobachten. Zudem wird der in unseren Bootcamps eingesetzte Fitnesstest zur Messung der funktionellen Fitness validiert.


Welche Parameter werden erhoben?

Um die zu erwartende Veränderung der Leistungsfähigkeit messen zu können wurde bereits im Vorfeld und wird nach Beendigung der Trainingsintervention eine umfangreiche Leistungsdiagnostik im Labor durchgeführt. Dieser Pre- und Posttest umfasst die Erhebung verschiedener physischer und psychologischer Parameter:

  • Körpergewicht und Körperzusammensetzung: Diese werden mittels bioelektrischer Impedanzanalyse (BIA) gemessen, welche die Bestimmung des Muskelmassen- und des Fettanteils ermöglicht
  • Kraftausdauer im Rumpf: Die Testung der Kraftausdauer erfolgt durch den Rumpfkrafttest nach McGill. Dabei muss der Körper in vier verschiedenen Positionen (Flexion, Extension, Seitstütz rechts/links) möglichst lange gehalten werden.
  • Laktatdiagnostik: Vor und nach dem Rumpfkrafttest sowie während und nach der anschließenden Ausdauerbelastung auf dem Laufband (Stufentest) werden Laktatwerte erhoben.
  • Submaximale Ausdauerbelastung auf dem Laufband: Diese wird in Form eines Stufentests durchgeführt, wobei die Laufgeschwindigkeit nach jeweils drei Minuten schrittweise erhöht wird. Nach jeder Geschwindigkeitsstufe folgt eine 30-sekündige Pause zur Blutabnahme (für die Laktatdiagnostik) und zum Ablesen der aktuellen Herzfrequenz auf einer Pulsuhr.
  • Borg-Skala und VAS Skala: Über diese Skalen werden das subjektive Belastungsempfinden, das Trainingsempfinden und das Erholungs-empfinden gemessen.
  • Beantwortung verschiedener Fragebögen:

Zusätzlich wird zu Beginn und am Ende des Bootcamps - genau wie in unseren normalen Camps auch - ein Fitnesstest durchgeführt, um die Entwicklung der Leistungsfähigkeit innerhalb verschiedener Übungen, wie beispielsweise den Burpees oder Kniebeugen, über den Interventionszeitraum hinweg zu protokollieren.

Fitnesstracker als Zeichen für die fortschreitende Digitalisierung

Mit der immer weiter fortschreitenden Digitalisierung sind in den letzten Jahren auch einige Fitness Tracker und Smartwatches, also sogenannte Wearables, auf den Technikmarkt gekommen. Diese werden, wie der Name schon sagt, direkt am Körper (meist am Handgelenk) der Person getragen und können so, ohne dass sie stören, konstant verschiedene Daten wie beispielsweise Schrittzahl oder Puls-/Herzfrequenz aufzeichnen.

Sowohl im Bereich des Sports als auch im Alltag kommen diese Wearables immer mehr zum Einsatz, um

  • das eigene Bewegungsverhalten,
  • den Schlaf
  • oder die Ernährung zu dokumentieren.

Somit kann ohne größeren Aufwand eine Vielzahl an Daten gesammelt und in Kombination mit zugehörigen Apps über das Smartphone oder den PC grafisch dargestellt werden. Letztendlich können durch Fitnesstracker Veränderungen im Bewegungs-, Ernährungs- oder Schlafverhalten ermittelt und Fortschritte im Training besser veranschaulicht und bewusst gemacht werden.

Darüber hinaus lassen sie sich durch

ebenfalls als hilfreiches Tool für die Trainingssteuerung oder den Bereich der Motivation nutzen.

Einsatz von Fitnesstrackern im Bootcamp-Training


Neben der Neugier, welche Auswirkungen das Bootcamptraining auf die körperliche Leistungsfähigkeit hat, stellen wir uns die Frage, ob das Tragen von Wearables sich auf den Trainingserfolg und das Verhalten im Alltag auswirkt. Daher hat die Hälfte der Studienteilnehmer zu Beginn der Studie in Kooperation mit Fitbit eine Fitbit Charge 2 erhalten, um diese während des Trainings und optional auch im Alltag zu tragen. Am Ende der Trainingsintervention werden dann die über die Fitbit gesammelten Daten analysiert und verglichen.

Je nach Ergebnis der Studie hinsichtlich des Nutzens von Fitnesstrackern im Bootcamp-Training, sollen in Follow-up-Studien die Ergebnisse konkretisiert und in die Trainingsplanung einbezogen werden.

Dabei könnten folgende Fragestellungen von besonderem Interesse sein:

  • Welchen Mehrwert bietet der Einsatz von Wearables in bereits länger bestehenden Bootcamps mit vielen „routinierten“ Stammbooties?
  • Lässt sich das Gruppengefüge durch den Einsatz von Online-Challenges für die gesamte Trainingsgruppe über Fitness Tracker weiter stärken?
  • Können Smartwatches in Bootcamps dazu beitragen vor allem den langfristigen Trainingserfolg weiter zu steigern?

Fitnesstracker – Was sie leisten können.

Fitness Tracker stellen eine simple Möglichkeit dar eine Vielzahl verschiedener Daten über sich selbst zu sammeln und diese via App anzuzeigen. So kannst du genau sehen wie viele Schritte du gemacht hast und wie viele Kalorien dabei verbrannt wurden. Weiterhin kannst du dir anzeigen lassen, ob du genügend geschlafen oder getrunken hast.

Über die App kannst du dich verschiedenen Challenges stellen und mit deinen Freunden teilen. Die soziale Anerkennung und die Vergleichbarkeit der Daten können sehr motivierenden Effekt auf das eigene Bewegungsverhalten haben. Die Rückmeldung zu einer Vielzahl verschiedener Parameter kann das Körpergefühl und das Gesundheitsbewusstsein steigern.

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Allerdings sollte bei allem Enthusiasmus für neue technische Produkte das Gefühl für deinen Körper nicht verloren gehen. So kann es sein, dass du zu wenig geschlafen hast und dich entgegen der Einschätzung des Activity Trackers gut und fit fühlst. Ebenso sollte bei der Betrachtung von Herzfrequenzwerten berücksichtigt werden, wie, wo und unter welchen Umständen diese erhoben werden. Nicht alle Wearables sind in der Lage die Herzfrequenz gleichermaßen genau zu messen bzw. ersetzen keine medizinischen Produkte.

Inwiefern sich der Einsatz von Wearables im Bootcamp-Setting eignet, um den Trainingserfolg zu erhöhen und die Motivation zu beeinflussen, wird in dieser und folgenden Studie erörtert. Wir freuen uns auf die Ergebnisse von Anna und sind schon sehr gespannt!

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