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Evas Erfolgsgeschichte

Evas Erfolgsgeschichte

Lebensqualität gewonnen - Kilos verloren

Eva erzählt euch ihre persönliche Erfolgsgeschichte aus ihrem Bootcamp:


(Die folgende Geschichte wurde vom Teilnehmer selbst verfasst und nicht verändert)

4 Kinder, 3 Etagen, 12 Stunden Präsenz, 2 nächtliche Unterbrechungen, 20 kg Übergewicht und ein Kleiderschrank, der zu ¾ mit zu kleinen Klamotten gefüllt ist. Das ist keine Rechenaufgabe. Das sind die Rahmendaten meines Alltags im Winter 2013. Morgens wache ich müde auf. Ich wuchte meinen behäbigen Körper aus dem Bett und schleppe ihn durch die Stunden des Tages. Es ist als würde ich gegen den Strom schwimmen. Unzählige Male schleppe ich mich die Etagen des Hauses hoch und runter. Dabei bin ich bepackt mit Wäschekörben oder Dingen, die die Kinder haben liegen lassen. Meistens fluche und schimpfe ich dabei. Ich hasse es, die Waschmaschine zu befüllen, denn es fällt mir schwer aufzustehen. Mit der Hand am Handtuchhalter geht es – irgendwie. Mein Körper ist erschöpft und auch mein Geist ist kurz davor aufzugeben. Warum nicht einfach im Bett bleiben? Abends, wenn Ruhe im Haus eingekehrt ist, werfe ich mich mit einem Becher Häagen-Dasz auf das Sofa und habe, bis der Becher leer ist, den Himmel auf Erden. So lebe ich von Becher zu Becher. Die Dinge dazwischen machen mir keine Freude mehr. Die Kinder, die ich liebe, empfinde ich als nervtötend. Das Haus, das wir uns so gewünscht haben, ist zu hoch und die Kleider, in denen ich mich schön finde, sind zu klein.

Irgendwann im Oktober 2013 stehe ich bewaffnet mit zwei blauen Müllsäcken vor meinem Kleiderschrank. Fest entschlossen die Situation zu verbessern, plane ich alles, was nicht passt in die Altkleidersammlung zu geben. Ich will mich endlich mit den Fakten anfreunden und aufhören alten Zeiten hinterher zu trauern. Beherzt greife ich nach den geliebten Teilen und fange an sie in die blauen Plastikbeutel zu stopfen. Dann betrachte ich den fast leeren Kleiderschrank mit den 3 Hosen in Größe 44 und dem Stapel Oberteile im Empire-Stil. Ich fühle mich nicht besser. Die übriggebliebenen Kleider gehören nicht mir. Sie gehören einer Frau, die ich nicht sein will. Sie gehören einer fetten, frustrierten Frau mit mangelnder Selbstdisziplin. Vertieft in die Betrachtung erkenne ich, was ich eigentlich sein will. Ich will mich in meiner Haut wohl fühlen, gut gelaunt die Tagesaufgaben erledigen, Freude an den Kindern haben und Lust haben auf die Dinge jenseits des Pflichtprogramms.

Mit diesem Bild vor Augen analysiere ich die Möglichkeiten zur Transformation. Ich notiere auf einer Liste alles, wovon ich glaube, dass es zu meiner Verwandlung beitragen könnte. Anschließend prüfe ich die Punkte auf ihre Machbarkeit und streiche vieles wieder. Ich verabschiede mich von der Mitgliedschaft in einem Fitnesscenter, der Fastenwanderkur, dem Besinnungsaufenthalt im Kloster und der Mutter-Kind-Kur. Es bleiben die Punkte „mich an Kleinigkeiten erfreuen“, „regelmäßig Sport treiben“ und „abnehmen“. Mit diesen Vorsätzen stoße ich bei meinem nächsten REWE-Einkauf auf einen Aushang. Es ist nur eine kleine Karte mit der Aufschrift „Stay strong-Original Bootcamp“. Ich nehme die Karte von der Wand und lasse sie in meiner Tasche verschwinden.

Einige Tage später nehme ich über das Internet Kontakt zur Potsdamer Trainerin Anne Rödiger auf und melde mich zu einem Probetrainig an. Noch weiß ich nicht, dass ich am Wendepunkt stehe und im Begriff bin, den ersten Schritt in Richtung „so will ich sein“ tue. Aufgeregt gehe ich zum ersten Training. Ich habe etwas Bammel davor, dass ich nicht mithalten kann. Vor meinem inneren Auge sehe ich die anderen Teilnehmer. Sie sind alle von sportlicher Statue und lassen ihre gestählten Muskeln spielen. Ich sehe ihre fragenden Blicke: „Was will die denn hier? Vielleicht sollte sie mal mit Walken und Wassergymnastik anfangen.“ Auf die Gefahr hin, dass meine Phantasie in wenigen Minuten Wirklichkeit werden könnte, begebe ich mich in den Potsdamer Volkspark zum vereinbarten Treffpunkt. Auf dem überdachten Basketballplatz hat sich eine kleine Gruppe von Leuten in Sportkleidung zusammengefunden. Auf dem Boden verteilt liegen Matten, Bälle, Hütchen und ein ewig langes Seil. Nervös klammer ich mich an meine Wasserflasche und steuer die Gruppe an.

Eine junge Frau kommt auf mich zu. Sie trägt eine Plümmelmütze und eine hellblaue Jacke mit der Aufschrift „Bootcamp“. „Hallo, ich bin Anne Rödiger, die Trainerin. Du musst Eva sein. Tschakka, schön, dass du da bist.“ Sie lächelt, reicht mir die Hand zu einem festen Händedruck und stellt mich den anderen Teilnehmern vor. Alle grüßen freundlich, niemand mustert mich mit den befürchteten kritischen Blicken. Erleichtert höre ich auf meine Wasserflasche zu würgen und höre interessiert Annes Erklärungen zum Trainingsablauf zu. „ ... und keine Sorge, es gibt für jede Übung 3 Level. Da ist für jeden etwas dabei.“ Halleluja,“ denke ich. Es gibt also auch ein Level für mich.

Kurz darauf befinde ich mich in einem Kreis. Unter Annes Anleitung mobilisieren wir unsere Körper, machen den Ägypter und den Storch. Dann folgt eine kurze intensive Aufwärmphase bevor wir in den Zirkel gehen. Anne erklärt jede Station und zeigt die verschiedenen Alternativen zur Ausführung der Übung. Ich verabrede mich an allen Stationen mit Level 1 und bin froh, dass auch einige der anderen Teilnehmer diese Entscheidung treffen. Dann begeben wir uns jeweils zu zweit an eine Station und mein erster Bootcamp Zirkel schickt mich auf eine Zeitreise 30 Jahre zurück in die Vergangenheit. Ich mache Hampelmänner, springe Seilchen und denke an „unbeschwerte“ Kindertage, in denen diese Bewegungen natürlich waren. Nach dem dritten Durchlauf lande ich mit zitternden Beinen wieder in der Gegenwart. Mein Herz schlägt bis zum Hals und ich leere ohne Abzusetzen meine Wasserflasche. Dann geht Anne mit nach oben ausgestreckten Armen an jedem Teilnehmer vorbei. Erschöpft, aber mit dem Gefühl es geschafft zu haben, klatschen die Teilnehmer gegen Annes Hände. Dann setzt sich das Ritual durch die Gruppe fort. Es ist ein bisschen, als würden wir uns gegenseitig feiern. In Feierlaune bin ich auch noch, als ich zu Hause ankomme und mein erstes Bootcamp buche.

Mittlerweile habe ich mich unzählige Dienstage und Freitage morgens um 6:00 Uhr aus dem Bett gequält um am Frühcamp teilzunehmen. Und genauso oft bin ich dafür belohnt worden. Am Anfang war es nur das gute Gefühl das Richtige zu tun, mich überwunden und meinen Körper mit einer gehörigen Portion Sauerstoff versorgt zu haben. Nach und nach habe ich gemerkt, dass mein Körper anfängt mir für diese Aufmerksamkeit zu danken. Ich habe aufgehört beim Befüllen der Waschmaschine zu fluchen und auch die Dauermüdigkeit hat sich verabschiedet. Zum Bergfest des ersten Bootcamps hat Anne uns ein blaues Armband mit der Aufschrift „stay strong“ geschenkt. Ich habe es Tag und Nacht getragen. Immer wenn es im Alltag anstrengend wurde, habe ich den Ärmel meines Pullovers über das Handgelenk gezogen und aus der Botschaft Kraft geschöpft.

Besonders geholfen hat es mir als ich mir im Februar eine Kreuzbanddehnung zugezogen habe. „Mindestens drei Wochen keinen Sport,“ hat mir der Arzt verordnet und mir damit einen gehörigen Schuss vor den Bug versetzt. Ausgerechnet jetzt! Ich denke an Aufgeben und Häagen-Dasz. In dieser Situation hat mir eine innere Stimme zugerufen „Stay strong“. Wie eine Brücke hat sich der Befehl über mein Motivationstief gelegt. Vorsichtig bin ich über diese Brücke gelaufen, immer auf der Hut davor abzustürzen. Und ich bin stark geblieben. In der erzwungenen Trainingspause habe ich mich besonders auf die Ernährungschallenges konzentriert. Außerdem bin ich, zumindest virtuell, mit dem Team in Kontakt geblieben. Aufmerksam und neugierig habe ich die Einträge in unserer Facebook - Bootcampgruppe verfolgt. Anne hat sich per E-Mail immer wieder nach meinem Befinden erkundigt und auch das Team hat mich über Facebook angeschrieben und aufgemuntert. So hatte ich auch während meiner Abwesenheit das Gefühl Teil des Teams zu sein. Dann endlich war ich so weit genesen, dass ich wieder ins Training einsteigen konnte.Voller Freude, aber auch etwas besorgt bin ich wieder zum Bootcamp gegangen. Doch Anne hat mich schnell beruhigt und mich vorsichtig und fachkundig wieder an die Übungen herangeführt. Inzwischen kann ich die meisten Übungen wieder normal ausführen, ich gehe auch schon wieder laufen. Nur die „Krass-fit-Challenge“ wird in diesem Jahr ohne mich stattfinden.

Doch auch ohne diese Challenge habe ich bereits Erfolge erzielt, die nicht nur auf der Waage sichtbar sind. Bis heute habe ich 10 kg abgenommen und viele Klamotten aus den blauen Müllsäcken wieder in meinen Schrank gelegt. Ich empfinde meinen Körper nicht mehr als Ballast, bin viel gelassener und ausgeglichener geworden. Ich halte nicht nur beim Sport besser durch, sondern auch, wenn ich im Alltag stark gefordert werde. Und ich mache weiter, weil ich stark bin und weil ich mit Anne und dem Team noch stärker bin. Danke.

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